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Auch wenn es der Himmel ist, wäre ein ewiges Leben nicht langweilig? Was sind die Besonderheiten des Lebens im Himmel?


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Kurze Beschreibung ihrer Frage: 
Der Zweck der Welt ist die Untertänigkeit (zu Gott). Würde jemand der seine Untertänigkeit vollends auslebt und in den Himmel kommt, in diesem Leben im Himmel nicht wieder in eine Routine fallen, ab einem bestimmten Punkt sich wieder langweilen? Würde sie nicht wie schon heute, immer wieder das Selbe tun? Ist ein ewiges Leben nicht langweilig?
Antwort: 

 

Liebe Leserin, lieber Leser


Wenn wir das Leben im Himmel, anhand dem Leben auf der Erde auswerten, so würden wir einem Fehler verfallen. Im Himmel wird der Mensch von allen Leidwesen und Eigenschaften die ihm Leid zufügen erlöst. Da die Segen des Himmel unendlich sind und ein jeder Moment im Himmel schöner ist, als der Vorhergehende, wird dort keine Langeweile und Gewöhnung und Routine enstehen.

Außerdem wird die Position/Rang im Himmel nicht statisch bleiben, ständig wird die Position/Rang des Menschen empor gehoben, der entnommene Genuss wird nicht identisch bleiben, der Genuss aus einer Sache/ einem Segen wird kontinuierlich ansteigen und andauern. In diesem Sinne wird es im Himmel keine Art der Routine oder Langeweile geben.

Himmel ist, das alles was erwünscht wird, passiert

Alles Geschaffene im Kosmos reflektiert die endlose Kraft und das endlose Vermögen/Autorität Gottes. Beim Kreieren alles Geschaffenen, als Notwendigkeit der weltlichen Prüfung gebunden an  gewisse Gesetze, präsentiert Gott alle Geschehnisse in kausalen Aktion-Reaktion Beziehungen, die vom menschlichen Verstand gefasst werden können. Dadurch bezweifeln Menschen bei der Betrachtung einer Frucht, nicht dass diese Frucht, die Frucht eines Baums ist, welche aus einem Samen erwachsen ist. Selbstverständlich ist gemäß der Gesetzesmäßigkeiten Gottes, dies die Ursache einer Frucht, dabei darf nicht vergessen werden, dass sofern Gott dies erwünscht, den gesamten Kosmos unabhängig von Ursachen erschaffen kann. Gott ist der, der alles Erwünschte zu jeglicher erwünschter Zeit, ohne Vorlage erschaffen kann, der, der absolut nichts benötigt. Somit benötigt Gott keinerlei Grund, Instrument oder Zwischenstufe um irgend was zu erschaffen. Dass in der Welt alles an gewisse Ursachen und natürlichen Gesetzmäßigkeiten gebunden ist, sollte die Menschen nicht täuschen. Gott ist als Erschaffer frei (munazzah) von all diesen Ursachen. Da letztendlich das Erschaffen gebunden an Gesetzmäßigkeiten im Himmel aufgehoben wird, wird auf die Frucht die vom Baum fällt, sofort eine weitere folgen, Makel werden nicht entstehen. Gott erschafft sowohl die Ursachen als auch die Folgen. Zum Beispiel liegt uns, bei der Betrachtung eines Schatten von einem Baum, die Information dass der Schatten aus dem Lichteinfall und dem Winkel des Lichts der Sonne entsteht, vor. Der Schatten ist die Folge der Sonne, jedoch ordiniert Gott die Sonne als Ursache für den Schatten. Dies wird durch ein Vers folgend geschildert:

Hast du dein Schöpfer nicht gesehen, wie er den Schatten verlängert hat? Sofern er es erwünscht, hätte er den Schatten stillstehen lassen. Hierauf ziehen wir ihn leicht zu uns heran (Sura Furqān 45-46)

Gott ist ihnen wohlgesonnen und sie sind Gott wohlgesonnen. So kommt die große Erlösung und Freude hierfür. (Sura al-Māʾida 119)     

Dass Gott alles auf der Welt in einer kausalen Aktion-Reaktion Beziehung erschafft, ist die Kunst Gottes und, dieses Einwirken des Schöpfers ist unendlich. Gott kann alles Erwünschte zu jeder erwünschter Zeit erschaffen oder alles in jede erwünschte Form bringen. Gott, der dem Kosmos aus dem Nichts erschafft, kann zu jeder Zeit die Gesetzmäßigkeiten, die wir zu begreifen versuchen, außer Kraft setzen. Aufrichtige Muslime werde alles was ihnen gefällt und in den Sinn kommt erwünschen können und einhergehend mit dem Wunsch, werden sie, mit der Erlaubnis Gottes, diese sofort erhalten. Sei es sie selbst oder ihre Umgebung, sie wird die gewünschte Form und Gestalt annehmen, sie werden alles was sie wünschen tun und inmitten der genußvollsten Gaben leben. Noch dazu wird keiner dieser Gaben dazu dienen ein Bedürfnis oder etwaige Makel zu beseitigen, sie sind lediglich als Gabe und Güte Gottes, zum Genuss der Bewohner des Himmels da. (Einzig Gott weiß alles)

Ein Teil der Beispiele die zu diesem Thema aufgezeigt werden sehen wie folgt aus:

Ein Mann fragte einst den Propheten Muḥammad (s.a.v.) "Gibt es Pferde im Himmel?"

Der Prophet antwortete hierauf:

"Sofern Allah dich in den Himmel aufnimmt, du dort dann auf einem scharlachroten Pferd aus Rubin umher reiten wollen würdest, so würde es dich überall hin beflügeln."

Ein anderer fragte dann:

"Gibt es Kamele im Himmel?"

Aber diesmal antwortete der Prophet anders als zum Ersteren. Er antwortete:

"Sofern Allah dich in den Himmel aufnimmt, so wird dort alles was du begehrst und was deinem Auge zusagt vorhanden sein." (Tirmizī, Kutub as-Sitta 14, S. 431/14)

Das in der Überlieferung geschilderte "alles was du begehrst und was deinem Auge zusagt" ist nicht mit unserem weltlichen Horizont und unserer Vorstellungskraft begrenzt.  Mit dem Vers im Qurʾān "Dort ist alles wonach ihr gelüstet und euren Augen gefällt vorhanden. Und ihr werdet dort unbefristet verbleiben." (Sura Zuhruf, 71) wird auf die Reichhaltigkeit der Gaben verwiesen. Die anderen Verse zu diesem Thema sehen wie folgt aus:

"Alles wonach ihr gelüstet wird euch gehören und alles was ihr erwünscht wird euch gehören" (Sura al-Fuṣṣilat 31)

"...Sie werden inmitten (zahlloser Güter) nach denen sie gelüsten für die Ewigkeit verbleiben" (Sura  al-Anbiyāʾ 102)

Es gibt eine Vielzahl an Sachen die wir alle auf der Welt, sei es durch Zeitmangel oder vielleicht durch ein hohes Risiko nicht unternehmen können. Z.B. kann das schnelle Fahren mit einem Rennwagen oder einem Motorrad  für den ein oder anderen eine aufregende Vergnügung darstellen; Manch andere wollen gefährliche Sportarten betreiben wie etwa für längere Stunden in tiefe Gewässer eintauchen, auf hohen Bergen Ski fahren oder mit dem Fallschirm von hunderten Metern Höhe abspringen. Aber all diese Sportarten gefährden das Leben des Menschen.

"Jede (Trieb)Seele (Nafs) haftet für das was sie erworben hat. Lediglich die Aṣḥāb al-Yamīn  (Diejnigen auf der rechten Seite) sind ausgenommen. Sie sind im Himmel... (Sura al-Mudaṯṯir 38,40)

Und eine Vielzahl an Menschen würden gerne über besondere Talente verfügen wie etwa auf professionellem Niveau ein Musikinstrument spielen können oder Gemälde malen können. Solche Sachen benötigen neben dem Talent in manchen Fällen ein techniches Wissen und eine lang andauernde Ausbildung. Im Himmel wird ein jeder jedoch die Möglichkeit haben über alles Erwünschte sofort, ohne Anstrengung und ungebunden an eine Ursache wie etwa Talent, zu verfügen.

In einer Überlieferung wird die Grenzenlosigkeit der Wünsche im Himmel unterstrichen:

"Und ihr Schöpfer wird wie gefolgt gebieten: Dies ist ein Ort, wo ich euch reich begüte. Verlangt was auch immer ihr von mir erwünscht!"

Sie werden von ihm Zufriedenheit erbitten. Und Gott wird gebieten: "Das was euch hier beheimatet ist ohnehin meine Zufriedenheit. Ich gebe euch noch mehr, verlangt!"

Bis ihre Wünsche aufhören werden sie ohne Halt erwünschen

In den Versen des Qurʾān und in den Ḥadīṯ wird berichtet dass mit dem Wille Gottes, alles was die Triebseele ersehnt, möglich sein wird. Dadurch werden die Menschen das was sie sich lediglich erträumten, welches aber nicht auf der Erde möglich ist,  erleben können. Z.B.  ist das Fliegen auf einem Pferd innerhalb den weltlichen Konditionen nicht möglich, aber so wie in den Überlieferungen aufgezeigt wird, ist dies mit dem Wille Gottes möglich.

Sofern du mit Gottes Güte in den Himmel gelangst und sagst "ich will auf einem Pferd aus scharlachroten Rubin reiten" dann reitest du auf einem scharlachrotem Rubin und wenn du sagst "ich will fliegen" dann wirst du fliegen. (Rāmūz al-Aḥādis-1, s. 149/5)

In einer anderen Überlieferung erklärt der Prophet (s.a.v.) über die Reichhaltigkeit der Gaben folgendes:

Gott erlässt: Ich bin die glorreiche Erhabenheit, für meine rechtgeleiteten Diener habe ich Gaben, die kein Auge ersieht, kein Ohr erhört und an die niemand gedacht oder sich erträumt hätte, vorbereitet. (Buḫārī, Muslim, Tirmizī, Kutub as-Sitta-14, s. 4419/1)


Die sofortige Realisierung des Erwünschtem im Himmel

Jemand der auf der Erde eine wohl schmeckende Mahlzeit essen will, muss hierfür Mühe und Zeit aufbereiten. Ohne auch nur einen Aufwand zu betreiben und noch während man daran denkt, jene Speisen fertig zubereitet vor sich zu finden, ist eine Situation, die der Seele gefallen würde. Nichts desto trotz ist dies unter weltlichen Umständen nicht möglich. Einzig in der versprochenen himmlichen Umgebung wo Ursachen und Schritte wie der Kauf und Verkauf, die Aufbereitung von Mühe und Zeit aufgehoben werden, werden Gaben dem Menschen auf die ihm am meisten zusagende Art präsentiert. Dies wird anhand eines Beispiels in einer Überlieferung dargestellt:

"Im Himmel wirst du nach Geflügel verlangen. Sofort wird es gebraten vor dir erscheinen und dir serviert." (Büyük Hadis Külliyatı-5, s. 414/10123)

gemäß einer Überlieferung, tradiert der Prophet (s.a.v.) folgendes:

der Gedanke an Geflügelfleisch fällt einer jenen Person ein und daraufhin erscheinen vor ihm sofort  Gerichte verschiedener Fleischsorten. Der Bewohner des Himmels speisen hiervon so viel er will. Wenn er satt ist, sammeln sich die Knochen des Vogels. Danach fliegt es wieder und fängt an nach Belieben wieder im Himmel zu grasen. (Tezkire-i Kurtubi-1, s. 58)

Auf der anderen Seite ist es möglich dass ein Jener im Himmel, dadurch dass er gemäß der Überlieferung, alles was er will tun kann, obwohl kein Bedarf herrscht, also rein aus Lust sich sogar mit Ackerbau und Landwirtschaft beschäftigen kann.

Als der Prophet (s.a.v.) mit den Beduinen in der Wüste sprach, wird überliefert dass er folgendermaßen auf ihre Fragen antwortete:

"Ein Mann (im Himmel) wird von seinem Schöpfer die Erlaubnis erbitten um sich mit Landwirtschaft zu beschäftigen. Sein Schöpfer wird zu ihm sagen: Bist du nicht in deinem erwünschten Zustand? Und der Mann wird sagen: Ja. Allerdings mag ich die Landwirtschaft. Ihm wird die Erlaubnis erteilt. Sofort wird er die Saat säen, sofort wird dies die Ernte ergeben, sie wächst, die Ernte wird gesammelt und der Ertrag wird Bergen gleich kommen...
((Buhari), Büyük Hadis Külliyatı-5, s. 413/10119)

Das Wechseln der Gestalt nach Wunsch

Wenn man den Menschen die Möglichkeit präsentieren würde, Entscheidungen bezogen auf ihr Gesicht bzw. ihr Erscheinungsbild zu fällen, so würden zweifelsohne alle ein makelloses Erscheinungsbild erstreben. Denn die Seele des Menschen ist so geschaffen dass sie Genuss aus der Schönheit ziehen kann und sie sucht zu jeder Zeit das Makellose, das Perfekte. Selbst bei kleinsten Details fallen ihm Makel auf und erregen seine Aufmerksamkeit. Nichts desto trotz wird der Mensch die ersuchte makellose Schönheit auf dieser Welt niemals vollends finden können. Die unausweichlichen Unfähigkeiten, Krankheiten und vor allem der Tod die eine Person erlebt, auch wenn sie die schönste Person der Welt wäre, werfen einen Schatten auf die Schönheit dieser Person.  Denn bedingt durch die Prüfung, ist alles auf der Welt mit Mängeln und Makeln geschaffen. Diese Mängel und Makel haben, bezogen darauf dass die Menschen sich auf das Jenseits ausrichten und sich das Leben im Himmel ersehnen, einen großen Nutzen und Zweck. Der wahre Platz der Makellosigkeit und der Schönheit die dem Menschen gefallen, ist der Himmel. Gott wird den Mensch im Himmel in einer makellosen Schönheit und auf die ihm am meisten gefallende Art erschaffen. Und diese Schönheit ist nicht mit einer einzigen Gestalt limitiert. Gott wird seinen Dienern im Himmel die Möglichkeit geben, zu beliebiger Zeit ihre Gestalt auszuwählen, auf diese Weise werden die Bewohner des Himmels zu jeder erwünschter Zeit über eine unterschiedliche Schönheit verfügen.

"In ihm werdet ihr alles haben, was eure Seelen begehren, und in ihm werdet ihr alles haben, wonach ihr verlangt." (Sura al-al-Fuṣṣilat, 31)

Der Prophet (s.a.v.) berichtet über Gläubige, die auf Märkten im Himmel die erstrebte Form annehmen in einer Überlieferung folgendermaßen:

"Im Himmel gibt es einen Markt. Allerdings gibt es dort weder einen Kauf noch einen Verkauf, es gibt dort lediglich männliche und weibliche Erscheinungen. Der Mann nimmt von jenen, sofern erwünscht, eine Erscheinung an." (Tirmizī, Kutub as-Sitta-14, s. 434/17)

Dass es keine Nacht gibt

Die Nacht wurde als Zeit zur Erholung für den Menschen erschaffen. Da im Himmel kein Bedürfnis nach Schlaf und Erholung herrscht, wird auch kein Bedürfnis nach der Dunkelheit der Nacht herrschen. Dass es im Himmel keine Nacht gibt, wird in einer Überlieferung folgendermaßen dargestellt:

"Im Himmel gibt es keine Nacht. Sie besteht aus Licht und Glanz/Heiligkeit ("Nūr")... " (Rāmūz al-Aḥādis-2, s. 366/4)

Dass es kein Schlaf gibt

Das Bedürfnis nach Schlaf ist eine der Hilflosigkeiten des Menschen auf der Welt. Alle Menschen sind mit einem Bedürfnis nach Schlaf geschaffen und so sehr sie es auch wollten, so können sie sich nicht dagegen wehren. Außerdem, sofern der Körper schlaflos bleibt, sinkt sein Wiederstand gegen Krankheiten, der Mensch erscheint müde/erschöpft. Andererseits ist die Zeit, die man für den Schlaf aufbringt so lang, als das sie nicht klein zu reden ist. Der Mensch verbringt ungefähr ein Drittel seines Lebens im Schlaf. Dies heißt so gleich, dass man ein Großteil der ohnehin schon kurzen Lebensdauer auf der Welt, in gewisser Hinsicht wie tot verbringt. Denn im Qurʾān wird offenbart "Gott entzieht sie ihres Lebens, wenn ihr Todeszeitpunkt eingetroffen ist und die, die nicht sterben, lässt Gott im Schlaf (eine Art Tod) verweilen. Somit hält Gott die Seele, über die der Tod beschlossen wurde fest, die andere Seele jedoch wird jedoch bis zum Zeitpunkt an dem ihr Tod benannt wird frei gelassen (Zümer Suresi, 42). Mit diesem Vers wird deutlich gemacht, dass der Schlaf eine Art des Todes darstellt. Im Himmel gibt es allerdings keine Makel/Hiflosigkeiten wie Schlaf und Ermüdung. Gott  offenbart dies seinen Dienern mit dem Vers "Sie wird dort keinerlei Ermüdung ereilen" (Hicr Suresi, 48). Mit einer Überlieferung wird dargestellt, dass es kein Schlaf im Himmel gibt:

Sie fragten den Propheten (s.a.v.): "Schlafen die Bewohner des Himmels?"
Er antwortete: "Schlaf ist der Bruder des Todes. Die Bewohner des Himmels schlafen nicht". (Büyük Hadis Külliyatı-5, s.414/10125)


Die Abstinenz von Gefühlen wie Trauer und Unbehagen

Leid erzeugende Gemütszustände wie Trauer und Unbehagen sind bei Menschen die fern ab von religiöser Moral und Sittlichkeit leben oft zu beobachten. Menschen die außer Acht lassen, dass Gott alles basierend auf einem Schicksal und zum Guten hin erschafft, verfallen vor schwierigen Situationen in Angst und Panik. Weil sie sich nicht Gott anvertrauen verfallen sie in Unbehagen, in Angst und in so tiefe Trauer, dass dies sogar ihre Gesundheit gefährden kann. Jedoch kann kein Mensch wirklich wissen was gut und was schlecht für ihn ist, einzig Gott verfügt über diese Erkenntnis. Dies wird in einem Vers verdeutlicht:

"So sei es dass etwas, was euch nicht behagt, gut für euch ist und so sei es dass etwas was ihr liebt, schlecht für euch ist. Gott weiß dies, ihr allerdings nicht." (Sura al-Baqara, 216)

Eine weltliche Situation, die schwierig und unbehaglich erscheint, kann sich in etwas Schönes umwandeln, welches sich als Ursache zum Eintritt in den Himmel jener Person entwickeln kann. Die Gläubigen, die sich dessen bewusst sind, können sich gegenüber (der Wirkung von) Schicksalsschlägen die ihnen Schwierigkeiten und Unbehagen bereiten, anhand ihres Glaubens entziehen. Mit der Ruhe und der Seeligkeit, sich Gott anvertraut zu haben und allem was Gott erschafft wohlgesonnen ist, wird jede Situation als etwas Schönes und von Gott erschaffenes positiv bewertet. Daher bewerten die Gläubigen, die Hoffnung auf den Himmel hegen, keinerlei weltliche Dinge als negativ. Im Himmel werden sie mit der Barmherzigkeit Gottes, für immer fern von Gefühlen wie Unbehagen, Zweifel, Trauer etc. leben. In den Überlieferungen wird diese Gabe folgendermaßen beschrieben:

"...Jede Sorge wird folgend gestoppt. Die der Bewohner der Hölle ausgenommen..."
(Rāmūz al-Aḥādis-2, s. 342/15)

"...Sie werden ihm folgendes sagen: "Wir sind die Ewigen, niemals werden wir verenden, wir sind die Glücklichen, niemals werden wir in Trauer verfallen"
(Tirmizī, Büyük Hadis Külliyatı-5, s. 409/10099)

Sie sagen: "Der Dank gilt Gott, der uns unseren Kummer nimmt und verschwinden lässt. Zweifelsohne, ist unser Schöpfer wahrhaftig vergebungsvoll, er akzeptiert das Lob." (Sura al-Fāṭır, 34)

"...Dort gibt es keinerlei Sorge oder Gefahr..." (Rāmūz al-Aḥādis-1, s. 170/1) 

Gott offenbart im Qurʾān folgendes über die friedseeligen Zustände der Gläubigen folgendes:

"Sie sind mit denen was Gott ihnen von sich gibt, in Freude. Sie werden denen, die hinter ihnen noch nicht angekommen sind die Freudenbotschaft geben wollen, dass für sie keinerlei Angst herrscht, auch werden sie nicht trauern." (Sura ʾĀl-i ʿİmrān, 170)

"Nun hat Gott sie vor dem Übel solch eines Tages geschützt und hat ihnen eine glänzende Helligkeit sowie Freude gegeben." (Sura al-İnsān, 11)


"Die glänzende Freude der Gaben, erkennst du an ihrem Gesicht" (Sura al-Muṭaffifīn, 24)

Wie bereits geschildert ist so gut wie alles auf der Welt enstprechend der Prüfung bewusst makelhaft und mangelhaft erschaffen. Die Gläubigen zeigen gegenüber aller Schwierigkeiten und Probleme auf der Welt eine vornehme Geduld und vertrauen sich Gott an. Der Prophet Muḥammad (s.a.v.) verkündigt dass der Mensch einzig mit dem Eintritt in den Himmel wahrhaftigen Frieden/Ruhe empfinden wird:

"Einzig der, der in den Himmel gelangt findet Ruhe." (Rāmūz al-Aḥādis-1, S. 138/13)

In einer anderen Überlieferung schildert der Prophet die friedvolle Umgebung im Himmel wie gefolgt:

"Der Himmel ist ein Licht in Form eines ewig glänzenden Aufenthaltsort, ein verbreiteter Geruch, ein sehr gut erbauter Palast, ein fließender Fluss, eine reife Frucht, grünes Graß, Freude, Frische, ein unverdorbener Ort." (vgl. Prof. Subhi Salih, Ölümden Sonra Diriliş (Çevr. Prof. Dr. Şerafeddin Gölcük), Kayıhan Yayınları, İstanbul, 2004, s. 232)  

 

Selam & Dua

Fragenandenislam - Team 

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