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Darf eine sunnitische Frau einen alevitischen oder schiitischen Mann ehelichen?


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Kurze Beschreibung ihrer Frage: 
Darf eine sunnitische Frau einen alevitischen oder schiitischen Mann ehelichen?
Antwort: 

Liebe Leserin, lieber Leser


Eine muslimische Frau sollte nur einen muslimischen Mann heiraten, der die Gebote und Verbote des Islam aufrichtig anerkennt und bestenfalls diese auch in seinem Alltag eingeschlossen praktiziert. Wenn der zu heiratende männliche Partner die Glaubensgrundsätze, sowie die Gebote des Islam anerkennt und daran glaubt, dann steht einer Heirat nichts im Wege. Ist das nicht der Fall, dann ist eine Heirat islamisch nicht zulässig. Ganz gleich ob Sunnit oder Alevit, es wird empfohlen sich um einen frommen und aufrichtigen Ehemann zu bemühen, der den Islam in seiner Urtümlichkeit liebt und lebt.
Die Glaubensgrundsätze im Islam sind:
1. Der Glaube an Allah
2. Der Glaube an die Engel
3. Der Glaube an die von Gott offenbarten Schriften
4. Der Glauben an die Gesandten Gottes
5. Der Glauben an den jüngsten Tag und an die Wiederauferstehung im Jenseits
6. Der Glaube an die Vorherbestimmung, sowie daran, dass sowohl das Gute als auch das Böse von Allah sind

Die fünf Säulen des Islam sind:
1. Das Glaubensbekenntnis, La ilahe ilAllah Muhammdur ResulAllah – Es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammad ist sein Gesandter
2. Das Gebet, die Verrichtung der fünf Gebete am Tag
3. Die Zakat, die Zahlung der Armensteuer
4. Das Fasten im Monat Ramadan
5. Die Hajj, die Pilgerfahrt nach Mekka

Einem Muslim, egal ob Mann oder Frau, ist es nicht gestattet mit einem Müsrik zu heiraten. Müsrik ist jemand, der nicht an den Einen Gott glaubt, sondern an andere Kräfte wie die Sonne, das Feuer, an Götzenfiguren, Himmelsgestirne, Tiere und oder an mehrere Götter glaubt. Allah Teâlâ befiehlt wie folgt: „O ihr Gläubigen! Und heiratet nicht Götzendienerinnen, ehe sie gläubig geworden, so sehr diese euch auch gefallen mag; selbst eine gläubige Sklavin ist besser als eine Götzendienerin. Und verheiratet keine gläubigen Frauen mit Götzendienern, ehe sie gläubig geworden; selbst ein gläubiger Sklave ist besser als ein Götzendiener, so sehr dieser euch gefallen mag. Jene rufen zum Feuer, Allah aber ruft zum Paradies und zur Vergebung durch Sein Gebot. Und Er macht Seine Zeichen den Menschen klar, auf dass sie sich ermahnen lassen.“ (Sure 2, Vers221)

Ein muslimischer Mann hingegen darf eine Frau jüdischer oder christlicher Konfession ehelichen. Bezüglich dieser Thematik sind sich die muslimischen Gelehrten einig und beziehen sich auf den folgenden Vers: „Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, wie auch eure Speise ihnen erlaubt ist. Und (erlaubt sind euch zu heiraten) tugendhafte Frauen, die gläubig sind, und tugendhafte Frauen von denen, welchen die Schrift vor euch gegeben wurde, wenn ihr ihnen ihre Morgengabe gebt, nur in richtiger Ehe und nicht in Unzucht, noch dass ihr heimlich Buhlweiber nehmt. Und wer den Glauben verleugnet, dessen Werk ist ohne Zweifel zunichte geworden, und im Jenseits wird er unter den Verlierenden sein.“ (Sure 5, vers 5)


In Angesicht der Tatsache, dass in den meisten Fällen die angeheiratete Frau sich zur Seite ihres Mannes bekehrt, ist es muslimischen Frauen untersagt sich mit Nichtmuslimischen Männer zu ehelichen. Es geht hierbei nicht um die Untersagung der Liebe zwischen zweier Menschen zueinander, sondern es besteht viel mehr die Sorge um den Verlust des jenseitigen Lebens in ewiger Glückseligkeit. Die Befürchtung besteht darin, dass eine muslimische Frau und ihre künftigen Kinder durch die Heirat mit einem Nichtmuslim die Gebote des Islam ablegen und wahrscheinlicher Weise in Unglauben geraten. Andersrum ist es wahrscheinlich, dass eine jüdische oder christliche Frau durch die Heirat mit einem Muslim denkbarer Weise zum Islam konvertieren wird.

Was die Heirat einer Muslimin mit einem Nichtmuslim betrifft ist die Antwort unverwechselbar. Die Trauung einer Muslimin mit einem Ungläubigen ist strengstens Verboten. „Und verheiratet keine gläubigen Frauen mit Götzendienern, ehe sie gläubig geworden;“ (Sure Baqarah, Vers 221)

Des Weiteren besteht kein Erbrecht zwischen den Angehörigen unterschiedlicher Religionen.

„Ein Muslim kann/darf nicht der Erbe eines Nichtmuslim sein, sowie ein Nichtmuslim nicht der Erbe eines Muslim sein kann/darf.“ (Buhari, Hacc, 44; Megazi, 48, Feraiz, 26; Muslim, Feraiz, 1; Ebu Davut, Feraiz, 10)

„Angehörige zweier unterschiedlicher Religionen können nicht einander beerben, als auch einander vererben.“ (Ebu Davut, 10; Tirmizi, Feraiz, 16; Ibn Mace, Feraiz, 6)


Wenn der besagte männliche Partner nicht an den Propheten Muhammad (sav) als letzter Gesandter und Prophet Gottes glaubt und die Verrichtung der fünf Gebetseinheiten ablehnt, sowie das Fasten im Ramadan unterlässt, kann und darf eine Muslimin solch einen männlichen Partner nicht ehelichen.


Selam & Dua 

Fragenandenislam - Team


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