Anasayfa | Terror / Krieg

Kann man denn überhaupt vom islamischen Terror sprechen?


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Kurze Beschreibung ihrer Frage: 
Kann man denn überhaupt vom islamischen Terror sprechen?
Antwort: 

Liebe Leserin, lieber Leser


Der Islam gebietet einem Muslim mit seinem Umfeld gute Kontakte zu hegen, seine Mitmenschen von seiner Anständigkeit zu überzeugen und ihnen eine Bereicherung zu sein. Das gegenteilige Verhalten ist unislamisch. Der Gesandte Gottes (a.s.m.) beschreibt einen Muslim folgendermaßen:

„Ein Muslim fügt niemanden einen Schaden zu, weder durch Wort, noch durch Tat.“(Tirmizi, Iman 12)

Zeiten des Friedens, der Toleranz und des Dialoges fördern die Entfaltung des Islam und sind für Muslime immer von Vorteil, weil sie Vertreter der Gerechtigkeit und der Wahrheit sind. Wahrheit und Gerechtigkeit kann man nur durch Frieden, Nachsicht und Dialog gewährleisten und nicht mit Zorn, Gewalt, Angst und Kollision. Ein Blick auf den 14. Vers der Sure Hudschurát zeigt, dass immer schon zu Frieden und Solidarität aufgerufen wird:

„O ihr Menschen, Wir haben euch von Mann und Weib erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, daß ihr einander kennen möchtet. Wahrlich der Angesehenste von euch ist vor Allah der, der unter euch der Gerechteste ist. Siehe, Allah ist allwissend, allkundig.“

Wie zu lesen ist, verkündet der Vers nicht die gegenseitige Bekämpfung der Rassen, Völker, Stämme und Staaten und auch nicht die Unterdrückung der Schwächeren durch die Stärkeren. Vielmehr ist das Gegenteil zu verstehen, also das gegenseitige Kennen lernen und einander zu unterstützen. Das ist ihre wahre Bestimmung.

Was passiert denn, wenn unterschiedliche Völker sich kennen lernen und einander Hilfe leisten? Aufgrund der entstandenen Gemeinschaft können doch nur beide Parteien dadurch profitieren. Beide Fraktionen könnten ihr jeweiliges Exportgut der anderen andienen und beide hätten den gleichen Status. Beide wären gleich entwickelt und keine fühlte sich benachteilig. Dadurch wäre einer der wesentlichsten Kausalitäten für Auseinandersetzungen wie erloschen. Und wenn keiner der Parteien sich benachteiligt fühlt, also zufrieden ist, ergibt sich auch die Gelegenheit den anderen näher und besser kennen zu lernen, weil man nicht die ganze Zeit an seinen Rückstand denken muss. Der Muslim könnte als Vertreter der Wahrheit, Gerechtigkeit und Ehrlichkeit die Spiritualität darbieten, während der Nicht-Muslim die materielle, technische Welt präsentiert. So könnten beide in sehr vielen Punkten, wenn nicht sogar in jeder Hinsicht, sich besser verstehen und besser Begegnen. Die Aufgabe des Muslims ist die Gemeinschaft zu entlasten und für das Wohl der Allgemeinheit zu wirken. Der Qur´an gebietet jedem Muslim geduldig und nachsichtig mit seinen Mitmenschen zu sein.

In der Stadt Medina lebten Muslime, Christen, Juden und Götzenanbeter zusammen. Wie bekannt ist vertreten Götzenanbeter den Polytheismus, also das völlige Gegenteil dessen was der Islam verkündet. Sie lebten dennoch auf einem Fleck Erde zusammen. Es gab keinerlei Besorgnis und der Gesandte Gottes (a.s.m.) war sehr erfreut darüber. Vom Frieden profitiert immer der Islam. Die Muslime in Medina trugen durch ihr friedseliges Leben dazu bei, dass viele Nicht-Muslime durch Einsicht nach und nach zum Islam konvertierten. Einer der Nicht-Muslime beobachtete diese friedliche Entwicklung und stiftete daraufhin Zwietracht, um die Muslime schlecht darzustellen. Mit dieser bösen Absicht ging dieser Nicht-Muslim zu Ömer (r.a.) und begann ihn anzupöbeln und zu beleidigen, worauf Ömer (r.a.) in Angriffstellung ging. Gott sei gedankt, gingen die Anwesenden dazwischen und verhinderten somit um eine Haaresbreite verheerende Aufstände. Dabei ist zwischen den Muslimen und den Anderen eine Unsicherheit entstanden. In einem Augenblick verwandelten sie sich in zwei Fronten. Zur selben Zeit wurden die Verse 15 und 16 der Sure Dscháthiyah offenbart. Aus diesen Versen ist zu verstehen, dass die Muslime es zu keiner Spannung zwischen ihnen und den Anderen kommen lassen sollen und das sie deren Provokationen keinerlei Beachtung und Wertigkeit schenken sollen, da sowieso die Abrechnung beider Seiten im Jenseits von Allah verrichtet wird. Des Weiteren heißt es:

„Sprich zu denen, die glauben, sie möchten denen vergeben, die nicht die Strafe Allahs fürchten, auf daß Er die Leute belohne, für das, was sie verdienen.
Wer das Rechte tut, tut es für seine eigene Seele, und wer Unrecht tut, der tut es wider sie. Zuletzt werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht werden.“

Der Vers weist im weiteren Sinne darauf hin mit den Nicht-Muslimen friedlich umzugehen und stellt als solches eine außerordentliche Rechtweisung für die Muslime dar. Insgesamt erlaubt der Islam keinen Terrorismus oder des gleichen. Er erlaubt jedoch bei Notwendigkeit sich zu verteidigen, wobei die Handlungsweisen hierbei auch wieder bestimmten Regeln unterliegen. Jede andere Verhaltensweise, die diesen Bestimmungen widerspricht, gleicht der Anarchie.

Ahmet Sahin


Selam & Dua

Fragenandenislam - Team


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