Anasayfa | Islamische Geschichte

Stimmt es, dass Imam Suyuti das „Mevlid-i nebevi“ als „Bidat-i hasene“ (gute Erneuerung) beurteilt?


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Kurze Beschreibung ihrer Frage: 
Wie kann man Personen, die versuchen das Mevlid-i nebevi als Irrglaube bzw. Abweichung vom islamischen Glauben zu interpretieren, antworten?
Antwort: 

Liebe Leserin, lieber Leser

 

Mevlid-i nebevi= Feierliches Zusammenkommen zum Gedenken der Geburt des Gesandten Allahs (s.a.s.)

 

Imam Suyuti bewertet das Mevlid-i nebevi folgendermaßen:

„Es ist eine gute Erneuerung (Bidat-i hasene), wenn die Menschen fürs Mevlid-i nebevi zusammenkommen, dabei den Qur`an lesen, sich über die Geburt bzw. das Leben des Propheten unterhalten und dazu ein Bankett/ Festessen organisieren.
Bei solchen Versammlungen wird dem Propheten Muhammed (s.a.s.) Respekt und Ehrerbietung gewidmet und gleichzeitig das Freudengefühl sowie die Begeisterung über Seine Geburt dargebracht. Dementsprechend werden solchen Handlungen Sevap* gutgeschrieben.
* nach islamischen Glauben eine Gutschrift für gutes Handeln
Quelle: El-Havi li’l-fetavi, 1/272-samile

Obwohl einige Gruppierungen krampfhaft versuchen das Mevlid-i nebevi als Abweichung von der wahren Religion zu beschreiben, bemerken sich nicht, dass sie durch ihre voreiligen Urteile diese Angelegenheit aus einer falschen Perspektive betrachten.

Es ist nämlich unislamisch und blasphemisch zu behaupten, dass ein Zusammentreffen von Menschen, die gemeinsam Qur`an lesen und den Propheten Muhammed gedenken, eine ketzerische und unzulässige Absicht (Niyet) beinhalten würde.

Sowohl der Qur`an als auch das Leben des Gesandten Allahs (s.a.s.) verdeutlichen, dass es kein sündhaftes Vergehen ist, einen bestimmten Tag als Mevlid-i nebevi zu bezeichnen und eine Versammlungen zu organisieren mit der Absicht das gemeinschaftliche Leben im Sinne des Islam zu fördern.

Die Äußerung von Hz. Omar (ra) “Welch' schöne Erneuerung“ (Quelle:Buhari), die er bezüglich der freiwilligen Abendgebete im Monat Ramadan ausdrückte, verdeutlicht, dass man zwischen guten und schlechten Erneuerungen (Bidat) unterscheiden muss und nicht alles als Irrglaube abstempeln kann.

Der Rechtsgelehrte Imam Schafii so wie viele andere islamische Gelehrte (z.B. Imam Ghazali, Imam Haytami,…) vertreten dieselbe Ansicht, dass nicht jede Erneuerung als Abweichung vom Islam oder Irrglaube dargestellt werden kann, erst recht nicht, wenn sie nicht gegen die Anordnungen des edlen Qur`an und der Sunna widersprechen.
Folgend kann es auch nicht als Sünde oder Demoralisation interpretiert werden kann.

Ansonsten müsste behauptet werden, dass Hz. Omar (ra) mit seiner Äußerung und Imam Schafii sowie viele andere islamische Gelehrte dem Irrweg die Tür geöffnet hätten (Möge uns Allah vor solch einer blasphemischen, arroganten Behauptung bewahren).

 

Selam & Dua

Fragenandenislam - Team

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